Turnhalle

by serg — last modified 24.11.2008 16:52
Turnhalle

Mitte der 80er Jahre war die "alte" Turnhalle für das Angebot des TVW, aber auch für die Schützen zu klein geworden. Der SWV Fischach, der ja bisher seine Übungsstunden in Fischach abgehalten hatte, war ebenso an dem "Standort" Willmatshofen interessiert.

Unter diesen Voraussetzungen war klar, daß dies ein umfangreicheres Projekt werden würde. Als I-Tüpfelchen schließlich sollte in die Anlage auch eine Gaststätte integriert sein, zum einen natürlich als Sportheim aber auch als Dorfgaststätte und -treffpunkt. Mit diesen Vorgaben machte sich der Architekt Robert Luible an die Planung und der Entwurf für die heute bekannte Halle samt Gaststättenkomplex entstand nach und nach. Die Raumeinteilung ergab sich grob wie folgt:
Im Keller die Schießanlage mit 10 Ständen für Luftgewehr, ein Kraftsportraum, Sanitärräume und Heizung; im Erdgeschoß Eingangsbereich, Umkleidekabinen, 2 Geräteräume und natürlich die Halle.

Nach der Planung waren dann die Baukosten abschätzbar. 1,8 Mio. DM würde das Projekt in etwa verschlingen. Davon entfielen 1,2 Mio. DM auf die Halle und 600.000.- DM auf den Gaststättenbereich. Durch mehrere Standbeine konnte die Finanzierung gesichert werden: Zuschüsse des Marktes Fischach, des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) und des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB), des Landkreises sowie Eigenmittel ergaben etwa 1,6 Mio. DM.
Die fehlenden 200.000.- DM sollten durch Eigenleistung erarbeitet werden.

1987 konnte es dann endlich mit dem ersten Bauabschnitt losgehen. Im Laufe von knapp 2 Jahren wurden Halle und Eingangsbereich gebaut. Fast jedes Wochenende und oft auch unter der Woche waren freiwillige Helfer im Einsatz. Ob im Rohbau oder auf dem Dach, beim Innenausbau oder beim Fliesen, fast in jedem Gewerk wurde von den zahlreichen und vor allem fachkundigen Helfern Eigenleistung eingebracht.

Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen des TVW konnte dann 1989 die Einweihung der Halle gefeiert werden. Mit großem Stolz präsentierte man den Fischacher Bürgern und den auswärtigen Gästen die Anlage und erntete von allen Seiten Lob.

Mit der Schlüsselübergabe wurden die Einrichtungen für die Mitglieder geöffnet.

Nach zweijähriger Pause (und Erholungsphase) ging man den zweiten Bauabschnitt an. Die alte Halle wurde großteils abgerissen, nur einige Mauern, vor allem im nördlichen Teil, blieben erhalten. An deren Stelle kam die Gaststätte mit knapp 80 Sitzplätzen samt den nötigen Nebenräumen im Erdgeschoß sowie der Pächterwohnung im Obergeschoß. Auch dieses mal waren die "Freiwilligen" zahlreich zur Stelle, denn natürlich war wieder viel Eigenleistung angesagt. Bis zur Fertigstellung beider Bauabschnitte 1993 leisteten die freiwilligen Helfer 14.300 Stunden.

Wir sagen auf diesem Wege nochmals ein herzliches Vergelt´s Gott.

Nachdem auch ein Wirt gefunden war, eröffnete die Gaststätte "Erkstuben" im September 1993 und die Sportler und Schützen, aber auch die anderen Ortsvereine hatten endlich einen Treffpunkt und eine Versammlungsstätte. Ebenso schnell entwickelten sich die "Erkstuben" aber auch zu einer echten Dorfgaststätte.

Nun, knapp neun Jahre später, steht eine Erweiterungsmaßnahme an. Im Keller sollen durch einen Anbau im Osten Umkleideräume für die Schützen entstehen.
Dadurch verlagert sich auch der Kraftraum ein wenig. Im Erdgeschoß ergibt sich dadurch ein weiterer Geräteraum, der angesichts des immer größer werdenden "Fuhrparks" ebenfalls dringend benötigt wird.

Auch zusätzliche Fluchtwege sind in der Planung vorgesehen. Start für diesen Bauabschnitt ist im Frühjahr 2002. Es versteht sich von selbst, daß wir auch diesmal wieder auf zahlreiche Helfer hoffen.

Also dann mal lieber nichts vornehmen in dieser Zeit !!!